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20.04.2011, 09:51 Uhr

Mindestens eine Frage blieb beim Informationsabend unbeantwortet

ZU „BEHÖRDEN TROTZEN PROTEST", MAZ VOM 18. APRIL

Bei der Informationsveranstaltung im Gymnasium „Am Burgwall" in Treuenbrietzen, in der es um die Frage der möglichen Dreizügigkeit für die siebten Klassen der Schule im nächsten Schuljahr ging, haben die Vertreter
des Bildungsministerium, Herr Müller, und der Schulamtsleiter, Herr Rosenau, viel mit Zahlen jongliert.   

Märkische Allgemeine, Fläming Echo, 20.04.2011 - Dabei wurde immer wieder von Geld, 30 Schülern, Sparzwängen und Lehrerstellen gesprochen. Leider nicht zur Zufriedenheit der Zuhörer. Denn
 die wünschten sich, zuerst an die Kinder zu denken.
 Eine Zahlenfrage aber blieb unbeantwortet. Wenn die Rahmenbedingungen
 unverändert sind, laut Aussage von Herrn Rosenau, warum wurden dann im
 vorigen Jahr für 194 Schüler an den Gymnasien Beelitz, Treuenbrietzen und Bad Beizig neun Klassen eröffnet und in diesem Jahr sollen für 217 Anmeldungen, also 23 Schüler mehr, nur acht Klassen und damit eine weniger eingerichtet werden? Offenbar konnte diese Rechnung im Podium nicht nachvollzogen werden, denn beim Vertreter des Ministeriums gab es nur ungläubiges Kopfschütteln und von Herrn Rosenau keine Antwort. Das
 blieb auch so bei nochmaligem Nachfragen durch weitere Teilnehmer des Abends.
 Daher wiederholte ich zum Abschluss der Veranstaltung die Zahlen und meine Frage. Nun kam die Reaktion des Schulamtsleiters: diese Zahlen
 würden nicht stimmen. Hier die Quelle: Die jetzigen Klassenstärken der siebten Klasse, also die Bewerber des Vorjahres, findet man im Internet auf dem Bildungsserver Berlin Brandenburg (bbb) unter „Schulporträts im Land
 Brandenburg, Übersicht über alle Schulen". Dort sind die Statistiken aller Schulen des Landes Brandenburg der letzten drei Schuljahre aufgelistet.
 Im Gesamtdossier der Schulen für das Schuljahr 2010/2011, Stand 16. April
 2011, Quelle: Schulverzeichnis Zensos, werden für Klassenstufe sieben für Beelitz 62 Schüler in drei Klassen, für Treuenbrietzen 63 Schüler in drei Klassen und für Bad Beizig 95 Schüler in vier Klassen angegeben. Da bei
 Bad Beizig die Schnellläuferklasse mit eingerechnet ist - die Stärke dieser findet man im Dossier des Vorjahres, als diese 26 Schüler bereits das
 Gymnasium als 6. Klasse besuchten - bleiben als neue Siebtklässler 69 Schüler in drei Klassen. Rechnet man nun diese Schüler zusammen,
 kommt man auf 194 Schüler in neun Klassen (62+63+69=194). Was an
 diesen Zahlen nicht stimmen soll, weiß ich nicht, denn diese Schüler lernen seit acht Monaten an den entsprechenden Schulen. Die Zahlen der diesjährigen Anmeldungen habe ich der MAZ, Fläming-Echo vom 8. April, entnommen, wo sie nach Angaben des Schulamtes veröffentlicht wurden. So sind es für das kommende Schuljahr in Beelitz „Drei Klassen mit 71
 Schülern, zuzüglich erwarteter Rückläufer aus dem Raum Potsdam, die dort
 nicht unterkommen", in Treuenbrietzen 61 Schüler und in Bad Beizig „in drei
 siebten Klassen 85 Plätze". Rechnet man die Anmeldungen zusammen - unbeachtet der Rückläufer aus dem Potsdamer Raum - kommt man auf 217 Schüler (71+61+85=217). Verglichen mit den Zahlen des Vorjahres sind das 23 Schüler mehr. Da das Schulamt für Treuenbrietzen drei siebte Klassen ablehnt, heißt das im Vergleich zu 2010: trotz gleicher Rahmenbedingungen:
 23 Schüler mehr = eine Klasse weniger.
Nicht nur ich und die anderen Teilnehmer des Abends verstehen dies nicht. Auch die Vertreter von Ministerium und Schulamt konnten die Entscheidung nicht erklären. Die Frage blieb nicht nur für mich als Mutter einer betroffenen Sechtklässlerin und Lehrerin unbeantwortet.
Katrin Päpke,
Treuenbrietzen
 

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