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20.04.2011, 09:30 Uhr

Gegen eigene Argumente agiert

ZU „BEHÖRDEN TROTZEN PROTEST", MAZ V. 18. 4.

 Warum genehmigt das staatliche Schulamt keine dritte 7. Klasse für das Gymnasium „Am Burgwall" in Treuenbrietzen? Seit vier Jahren jedes Mal
die gleiche Aufregung. In der Veranstaltung am 15. April zu diesem Thema konnte diese Frage weder Herr Rosenau vom staatlichen Schulamt noch Herr Müller vom Bildungsministerium richtig ausführlich und überzeugend
beantworten.

Märkische Allgemeine, Fläming Echo, 20.04.2011 - Kinder, Eltern und Lehrer werden seit vier Jahren verunsichert. Die Verantwortlichen agierten lediglich mit Haushaltszwängen und Schülerzahlen. Nach Aussagen von beiden Herren haben sich die Rahmenbedingungen für eine Teilung der Klassen nicht verändert Dann kann man bei 61 Anmeldungen auch drei Klassen bilden. Lässt man nur zwei siebte Klassen zu, wo bleiben dann der 61. oder die Wiederholer. Müssen die dann die Schule verlassen? Nutzen wir doch endlich die demografische Rendite - lassen wir auch kleinere Hassen zu.
Es ist nachweisbar, dass man in kleineren Klassen die Schüler wesentlich besser und individueller fördern kann. Alle Politiker reden von einer Verbesserung der Bildung an unseren Schulen. Wenn es aber darauf ankommt, im Sinne der Schüler zu handeln, bleibt man hinter seinen
eigenen Argumenten zurück. Für Herrn Müller, der mal Schuldirektor in Potsdam war, ist es anscheinend nicht vorstellbar, dass es ein Unterschied ist, ob man in Potsdam an eine Schule in einem anderen Stadtteil umverteilt oder im ländlichen Raum gleich in einen ganz anderen Ort verfrachtet wird, zu dem auch meist nur eine eingeschränkte Busverbindung besteht und damit außerschulische Angebote nur schwer wahrzunehmen sind. Die Situation im ländlichen Raum ist eben eine ganz andere. Schüler in der
schwierigen Phase des Übergangs von der Grundschule auf die weiterführende ohne Not aus ihrer gewohnten Umgebung und ihrem Freundeskreis zu reißen, ist dem Lernerfolg nicht förderlich. Motivation bei den Lehrkräften wird nicht aufgebaut, wenn sie ständig kurzfristig die Schulen wechseln müssen.
Also: Die Kinder sind da, die Lehrer sind da, Räume sind da, ein engagierter Träger ist da, ein Ort steht zu seinem Gymnasium. Fragt sich, ob die Schulverwaltung im Sinne der Prioritäten der Regierung handelt oder nur
nach Excel-Tabellen entscheidet.
Jedenfalls ich und die anderen Teilnehmer der Veranstaltung hatten hier den Eindruck, dass das nicht der Endstand sein kann.
LisaStoof
Kreistagsabgeordnete
Die Linke
 

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