© CDU STADTVERBAND TREUENBRIETZEN

Pressearchiv

13.04.2011, 15:14 Uhr

„Gute Bildung“ gilt als politischer Konsens aller Parteien

ZU „DREIZÜGIGKEIT ABGELEHNT“, MAZ VOM 8. APRIL UND „JOBFAKTOR HEIMAT“, MAZ VOM 7. APRIL

Alle Jahre wieder . . . Regelmäßig in den vergangenen Jahren durfte man darauf bauen, dass das Staatliche Schulamt in Brandenburg/Havel entweder
gänzlich die Einrichtung siebter Klassen am Gymnasium in Treuenbrietzen untersagt oder aber eine sinnvolle Dreizügigkeit ablehnt. Auch für das kommende Schuljahr hat sich das Schulamt in diesem Sinne bedauerlicherweise als verlässlicher Partner erwiesen. 

Märkische Allgemeine, Fläming Echo, 11.04.2011 - Inzwischen haben sich annähernd alle gesellschaftlichen Gruppierungen in
Brandenburg und in der Bundesrepublik die „gute Bildung“ auf ihre Fahnen
geschrieben. „Gute Bildung darf deshalb so wenig wie irgend möglich von sozialer oder regionaler Herkunft abhängen.Wir wollen Chancengleichheit
für alle“, so ist es unter anderem im aktuellen Koalitionsvertrag der Brandenburger Landesregierung nachzulesen.
Inzwischen gilt wohl als allgemein anerkannt, dass eher kleine Klassengrößen eine bessere Vermittlung des Unterrichtsstoffes aber auch individuellere Betreuung der Schüler – also „gute Bildung“ – ermöglichen.
Klassenstärken von 30 Schülern, wie sie die nunmehr wieder erzwungene
Zweizügigkeit in Treuenbrietzen nach sich ziehen würde, begreifen wir dabei eher als bildungshemmend. Bei den in Treuenbrietzen vorliegenden
Anmeldungen würden darüber hinaus Treuenbrietzener Kinder gezwungen
sein, auf andere, fernere Standorte ausweichen zu müssen, so es dort überhaupt noch Platz für sie gibt.
Das Schulamt sollte sich nach unserer festen Überzeugung den Konsens der gesellschaftlichen Gruppierungen zu eigen machen und die
Dreizügigkeit überall da, wo sie möglich ist ermöglichen. Sinnvoll ist sie ohnehin. Bei 61 Anmeldungen in Treuenbrietzen dürfte das auch machbar sein. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem damit
einhergehenden Fachkräftemangel sollte endlich auch das Bildungsangebot als Standortfaktor in die Erwägungen einbezogen werden.
Auch das hältMenschen im Land und in der Region. Teure und gegebenenfalls sogar steuerfinanzierte Rückholagenturen, wie sie im
Artikel „Jobfaktor Heimat“ einen Tag zuvor beschrieben waren, sind für bereits oder künftig noch abgewanderte Brandenburger dann überflüssig.
Darum fordern wir als Eltern eines künftigen Siebtklässlers ein Umdenken
im Fall Treuenbrietzen.
Katrin und Thomas Schierwald,
Treuenbrietzen

Diese Meldungen könnten Sie ebenfalls interessieren...
Meldungen (104)
...weitere Meldungen
Personen (13)
...weitere Personen
Alle verwandten Meldungen
... zur Übersicht
© CDU STADTVERBAND TREUENBRIETZEN | IMPRESSUM | DATENSCHUTZ | KONTAKT