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22.02.2011, 17:56 Uhr

Treuenbrietzener Christdemokraten drängen auf Teilnahme der Stadt an Maerker-Meckerecke

VERWALTUNG: CDU fordert mehr Bürgernähe

TREUENBRIETZEN - Der CDU-Ortsverband Treuenbrietzen kritisiert scharf die Entscheidung der Stadtverwaltung, sich nicht am elektronischen Meldesystem „Maerker“ zu beteiligen. Unter dem Motto „Bürger machen mit“ ermöglicht es diese Internetplattform Einwohnern, der Verwaltung Missstände und Gefahrenstellen mitzuteilen. Im Fläming ist diese „Meckerecke“ im Rahmen des vom Land ins Leben gerufenen Serviceprojektes „Maerker Brandenburg“ für die Stadt Bad Belzig und das Amt Niemegk eingerichtet. Ampelsymbole zeigen den Bearbeitungsstand. Dabei gilt es, vereinbarte Fristen einzuhalten.

Das Treuenbrietzener Rathaus geht seit Jahresbeginn jedoch einen eigenen Weg. Auf der umgestalteten Internetseite ist unter dem Navigationspunkt „Fragen & Antworten“ eine neue Ebene eingerichtet worden. Sie erlaubt es Bürgern, Anfragen direkt an zuständige Mitarbeiter zu stellen. Zudem sind unter Stichworten vorgefertigte Antworten auf häufig gestellte Fragen – so genannte FAQ – zusammengestellt worden.

Den Christdemokraten geht dies nicht weit genug. Sie fordern den Beitritt zum Maerker-Projekt. Bürgermeister Michael Knape (FDP) agiere sonst „wenig fortschrittlich“ sondern „fördert eine stagnierende Verwaltungsarbeit“. Dies stehe im Gegensatz zu dem von Bürgern mit erarbeiteten Leitbild, schrieb Anja Schmollack, die Sprecherin des Ortsverbandes, gestern in einer Pressemitteilung. „Das Prinzip des Maerkers scheint von der Verwaltung nicht verstanden worden zu sein“, heißt es weiter. „Bei mittlerweile 30 Kommunen, die erfolgreich diesen Dienst nutzen, stellt sich Treuenbrietzen immer mehr in den Schatten anderer“, so Schmollack. Als amtierendes Sabinchen wirbt die Studentin aktuell bei Veranstaltungen für die Stadt.

Der von Knape bei seinem Gespräch mit der CDU gezogene Vergleich zwischen Maerker und FAQ sei einer „zwischen Äpfeln und Birnen“, urteilt der CDU-Ortsverband.

„Uns ging es darum, direkte Antworten zu geben und die Probleme zu lösen, statt Bearbeitungssymbole in einer vorgegebenen Zeit freizuschalten, was oft gar nicht zu schaffen ist“, begründete der Bürgermeister das eigene System im Januar gegenüber der MAZ. Es habe sich bewährt, dass Mitarbeiter Meldungen direkt an das Internet weitergeben und Fragen beantworten können, sagte Mathias Gundlach, der für Computertechnik zuständig ist.


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