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Neues vom Stadtverband

12.05.2012, 15:00 Uhr | Anja Schmollack/ CDU Treuenbrietzen

Veranstaltungsnachschau: Zukunftsperspektiven - Welche Chancen hat das Gymnasium am Burgwall?

Diskussionsabend über die Zukunft des Treuenbrietzener Gymnasiums mit dem Landtagsabgeordneten der CDU Ludwig Burkardt

Immer weniger Schüler erfüllen die Zulassungsbedingungen zum Gymnasium.“ so der Direktor des Gymnasium am Burgwall, Gerd Ulbrich. Die kommenden siebten Klassen haben eine Schülerzahl von insgesamt 43. Sinken die Schülerzahlen weiterhin, so ist langfristig auch die Zweizügigkeit in Gefahr. Dies ist die traurige Bilanz und derzeitige Situation für das Gymnasium am Bugwall.


Ludwig Burkardt (MdL)
Treuenbrietzen -

Am vergangenen Freitag, dem 11. Mai 2012, ging es bei einer Diskussionsrunde, zu der die CDU Treuenbrietzen einlud, die Zukunftsperspektiven des Treuenbrietzener Gymnasiums zu erörtern. Geladen war auch der Landtagsabgeordnete, Herr Ludwig Burkardt (CDU), der auch im vergangenen Jahr an der Podiumsdiskussion für die Einrichtung dreier siebter Klassen teilnahm. Burkardt mahnte an, dass eine weitere Zentralisierung im Schulwesen, wie sie von der Landesregierung geplant wird, der absolut falsche Weg sei und plädierte für eine „Kompetenzstärkung der Landkreise, Schulträger und der Schulen selbst. Auch müsse die Schulleitung mehr Kompetenz bei Personalentscheidungen besitzen.“. Dem stimmte auch Bürgermeister Michael Knape zu, bemerkte aber auch, dass die Tendenz dahin geht, dass immer mehr Kompetenzen beschnitten werden.

Frau Barbara Nieter, stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Potsdam-Mittelmark, gab zu bedenken, dass auch die Richtlinien den Veränderungen im ländlichen Raum angepasst werden müssen, ebenso wie die Handlungsweise der Schulämter. „Eine Klassenstärke von mindestens 13 und maximal 23 Schülern sollte das Ziel sein!“, sagte Nieter weiter.

Friedrich Mihm brachte es auf den Punkt: „Wir haben derzeit in Brandenburg ein SchulUNwesen! Wir müssen Mammutklassen vermeiden um gute Bedingungen für gute Bildung zu schaffen.“ „An der Bildung darf auf keinen Fall gespart werden! Nicht auf kommunaler und erst recht nicht auf Landesebene!“ betonte der CDU-Stadtverordnete Otto-Wilhelm Pöppelmeier.

Als eine mittelfristige Lösung für die derzeitige Situation favorisiert Knape eine Kooperation mit dem Gymnasium in Beelitz, vorrangig im Bereich der Sek II. „Dies könnte u.a. in einem gemeinsamen Intensivkurs für die Technik erneuerbarer Energien an den Gymnasien geschehen.“, so Knape.

Zukunftsperspektiven hat das Gymnasium am Burgwall jedoch nur, wenn es in städtischer Hand bleibt. Auch wenn es den Haushalt an seine Grenzen bringt.“, verdeutlichte Burkardt die Situation von Stadt und Gymnasium und führte weiterhin aus, dass es auch einen sehr werbewirksamen Zweck für die Stadt selbst hat. „Dieser muss nur genutzt werden.“

Aber auch das Gymnasium selbst muss seine Attraktivität, seine „Marke“ und Profil steigern um im Wettbewerb bestehen zu können. Dies wurde jetzt von Schülern und Eltern erkannt, die eine Arbeitsgruppe „Marketing“ eingerichtet haben.

In einem sind sich wohl alle einig: Die Treuenbrietzener lassen IHR Gymnasium nicht sterben und werden für den Erhalt kämpfen!


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Unser Gymnasium am Burgwall ist eine tragende Säule unserer Stadt.
Während der Leitbilddiskussion brachten die Bürger dies deutlich zum Ausdruck.
Dennoch mussten wir im vergangenen Jahr erneut um unser treuenbrietzener Gymnasium kämpfen.
Gerade hier wird deutlich, dass die Losung der rot-roten Landesregierung ein reines Lippenbekenntnis ist, wenn sie behauptet, dass sie an der Bildung nicht spart.
Die Realität und Fakten sprechen eine andere Sprache. Es fehlen Lehrer, da nicht ausreichend neue eingestellt werden um den Ausfall anderer, sei es aus Alters-, Krankheits- oder anderen Gründen kompensieren zu können. Der Unterrichtsausfall war noch nie so hoch. Das Modell "Einheitsschule" wird zunehment favorisiert. Das wäre das tatsächliche Aus aller Gynasien.

Vor diesem Hintergrund stellen sich Fragen über die Zukunft unseres Gymnasiums. Kann man sich doch ohnehin nicht gegen den Eindruck erwehren, dass dies das Stiefkind der Schulbehörde ist und Stück für Stück ausgehöhlt werden soll.




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